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Start Das Haus Geschichte

Geschichte Grützepott

Seit über 100 Jahren gibt es in Geseke die Zementindustrie. Sie entwickelte einen prägenden Charakter für die gesamte Stadt. Ihre damalige Bedeutung für Arbeitsplätze und Infrastruktur war überragend. Damit einher ging ein Flächenverbrauch, der aus vormaligen Ackergrundstücken Steinbrüche entstehen ließ. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in der Bevölkerung ein Bewusstsein für den Wert der Natur und hieraus ein Widerstand gegen neue großflächige Projekte. Als im Jahr 1997 in der Nähe des Dorfes Störmede ein weiterer Steinbruch erschlossen werden sollte, führte dies zu massiven Bürgerprotesten und letztendlich zur Aufgabe des Projektes. Dieses Vorhaben löste bei den Beteiligten allerdings auch die Einsicht aus, sich zu verständigen.

Der Bürgermeister der Stadt Geseke lud zu einem Runden Tisch, um die anstehenden Fragen möglichst konsensual zu lösen. Hieraus entwickelte sich später eine fachlich hochrangig besetzte Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines Steinbruchfolgenutzungskonzeptes. Dieses wurde im Jahr 2003 von allen Beteiligten unterschrieben und vom Rat der Stadt Geseke beschlossen. Um dieses Konzept langfristig zu sichern, wurde es zum Einen in den Regionalplan des Regierungsbezirks Arnsberg übernommen und zum Anderen verständigten sich die Beteiligten auf die Gründung der Naturschutzstiftung Geseke. Auf diese Weise gelang es, einen Ausgleich zwischen den durchaus widerstrebenden Interessensgruppen Stadt, Industrie, Naturnutzern und Naturschützern herbeizuführen.

Diese Zusammenarbeit entwickelte sich in den darauffolgenden Jahren so gut, dass das Projekt "Haus der Natur" Gestalt annehmen konnte. Die Heidelberg Cement AG stellte zu diesem Zweck das Verwaltungsgebäude des ehemaligen Zementwerks Gröne zur Verfügung, welches von Mitgliedern des Hegerings, des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes und des VerBund e.V. teilweise saniert und der zukünftigen Nutzung entsprechend angepasst wurde. Am 04. September 2011 wurde unser "Grützepott" unter der Schirmherrschaft von Landrätin Eva Irrgang und Bürgermeister Franz Holtgrewe im Rahmen eines großen Familientages eröffnet.